Politisch motivierte Kriminalität (PMK): Bundesrepublik Deutschland

Im Bereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) werden tendenziell immer mehr (extremistische) 1 Straftaten begangen. Seit 2001 (Beginn des derzeitigen Erfassungssystems) entwickeln sich Linksextremismus und Rechtsextremismus allerdings unterschiedlich.

So erreichten die im Jahr 2013 verübten 8.673 Straftaten im Bereich PMK-Links ihren bisherigen Höhepunkt (+ 663 % seit 2002). Das entspricht einer Zunahme von +40% im Verhältnis zum Vorjahr. Die PMK-Rechts hatte ihren bisherigen Höchststand im Jahr 2008 (+ 98% zu 2001) mit knapp 20.000 registrierten Straftaten. In den folgenden zwei Jahren ging diese Zahl jedoch deutlich zurück und steigt seit 2010 wieder leicht an.

Hinweis (29.04.2014): Die für 2013 vorliegenden Daten zu Straftaten und Gewalttaten stammen direkt vom BMI. Im später erscheinenden Verfassungsschutzbericht des BfV werden die Zahlen meist leicht korrigiert, was dann im hiesigen Schaubild nachgetragen wird.

Es werden also erheblich mehr rechtsextreme Straftaten begangen, als linksextreme. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sogenannte Propagandadelikte nur im Bereich des Rechtsextremismus erfasst werden (siehe nachfolgende Tabelle). Betrachtet man hingegen nur die (gesellschaftlich am relevantesten) Gewaltstraftaten, zeigt sich ein ganz anderes Bild.

PMK-Links PMK-Rechts PMK-Rechts: Propagandadelikte
2001 1895 10054 6336
2002 1137 10902 7294
2003 1459 10792 7551
2004 1440 12051 8337
2005 2305 15361 10881
2006 2369 17597 12627
2007 2765 17176 11935
2008 3124 19894 14262
2009 4734 18750 13280
2010 3747 15905 11384
2011 4502 16142 11401
2012 3229 17134 12219

 

Die Politisch motivierte Kriminalität (PMK) in der BRD im Detail:

Notes:

  1. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wertet nicht alle der durch die Landeskriminalämter (LKA) erfassten Straftaten im Bereich der PMK als extremistisch. Deswegen sind die Fallzahlen im Verfassungsschutzbericht meist etwas niedriger, als in der vom Bundesministerium des Inneren (BMI) veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).