Hoffmann, Karsten Dustin (2011): „Rote Flora“. Ziele, Mittel und Wirkungen eines linksautonomen Zentrums in Hamburg

Die vor über zwanzig Jahren besetzte „Rote Flora“ im Hamburger Schanzenviertel gilt als eines der aktivsten Autonomen Zentren Europas. Sie ist bekannt als kreative Kulturstätte, aber auch als Ausgangspunkt gewalttätiger Auseinandersetzungen mit der Polizei und als Mythos der Autonomenbewegung. Das Wissen über Ziele, Mittel und Wirkungen dieser politischen Strömung ist dagegen gering, weite Teile des Forschungsfelds gelten als Terra incognita.

Drei Jahre lang hat der Politikwissenschaftler Karsten Dustin Hoffmann Quellen in der Autonomen Szene gesammelt und ausgewertet. Während seiner langjährigen Tätigkeit bei der Hamburger Bereitschaftspolizei war er selbst unzählige Male unmittelbar mit den Flora-Aktivisten konfrontiert. So bietet diese „Pionierstudie“ (Eckhard Jesse) einen nie dagewesen Einblick in die Strukturen des militanten Linksextremismus.

Karsten Dustin Hoffmann (2011): „Rote Flora“. Ziele, Mittel und Wirkungen eines linksautonomen Zentrums in Hamburg (Extremismus und Demokratie: Band 21). Baden-Baden: Nomos Verlag, 402 Seiten, 59 Euro. Kaufen bei Amazon.